Veronika Staber

Veronika Staber beendete Karriere  

 

 

Zum Ende des Winters 2013/14 hat sich Veronika Staber (*24.07.1987) vom WSV Samerberg  schweren Herzens dazu entschlossen, ihre Karriere als alpine Rennläuferin zu beenden. „Sotchi war nochmal mein ganz großes Ziel. Das habe ich nicht erreicht. Also ist jetzt Schluss für mich.“ Die jetzt 27-jährige Törwangerin hat in ihrer Laufbahn viele Höhen aber auch Tiefen erlebt. Nach dem erfolgreichen Durchlauf der Kinder- und Schülercups des SVI beziehungsweise DSV wurde die Vroni bereits mit 15 für den DSV-Kader nominiert. Ihr erstes FIS-Rennen bestritt sie Anfang Dezember 2002 im Kaunertal, wo sie als 9. des Damenslaloms auf Anhieb 49,67 FIS-Punkte einfuhr. Die weiteren FIS-Ergebnisse waren so gut, dass sie bereits im März 2003 als jüngste DSV-Starterin an der Junioren-WM in Frankreich teilnehmen durfte. Später folgten noch zwei weitere Starts bei der Junioren-WM und zwar 2005 in Italien und 2006 in Kanada. Ihre beste Platzierung war dabei ein 15. Platz im RS.  

 

 

 

Den ersten Europacup-Start gab es im Dezember 2004 bei einem Slalom in Are/Schweden. Insgesamt war Staber bei 117 EC-Rennen im Einsatz, wobei sie als beste Resultate einmal Zweite und fünfmal Dritte wurde. Die ersten Starts im Weltcup gab es im Februar 2006 bei zwei RS in Ofterschwang. Insgesamt bestritt Staber 41 WC-RS/SL, wobei sie neunmal in die Punkte kam, die Qualifikation zum zweiten Lauf aber oft denkbar knapp um wenige Hundertstel verpasste. Die beste WC-Platzierung war ein 12. Platz beim WC-RS am Arber 2011. Insgesamt war Staber bei FIS-Rennen 33 mal auf dem Podium, je zwölfmal als Erste und Zweite und neunmal als Dritte. Herausragend waren auch ihre drei deutschen Meistertitel (Riesenslalom 2006 und 2011, Slalom 2012) sowie der Gewinn der Wahl zu Rosenheims Sportlerin des Jahres 2011Zweimal hat sich die Vroni für eine WM qualifiziert, 2007 Are/Schweden und 2011 Garmisch-Partenkirchen. Leider verletzte sie sich eine Woche vor Are bei einem EC-Rennen schwer am Knie und konnte somit nicht teilnehmen. Nach zwei Operationen und langer Reha dann Ende 2008 ein weiterer Sturz mit schweren Folgen und erneuter, dritter Operation, doch Vroni kämpfte sich zurück. Als 2009 ihr Vater und Förderer Ernst Staber in einer Lawine am Wendelstein ums Leben kam, musste sie auch noch diesen schweren Schicksalsschlag verkraften. Den letzten Winter war die Polizeimeisterin an der BPOL-Sportschule Bad Endorf als Mitglied des DSV-Förderkaders weitgehend auf sich selbst gestellt, musste ihre Skier selbst präparieren und auch das Training weitgehend selber organisieren. Die Kommunikation mit dem DSV-Trainerstab war kaum vorhanden. Als sie im Februar dieses Jahres durch den plötzlichen Tod ihres langjährigen früheren Samerberger Skitrainers Georg Wimmer (44) erneut einen ihrer engsten Vertrauten verliert, reift endgültig der Entschluss, ihre Karriere zu beenden. Veronika Staber wird in nächster Zeit ihre Skilehrerausbildung machen und will dann den WSV Samerberg bei seiner Nachwuchsarbeit unterstützen, soweit es ihr zeitlich in Zukunft möglich sein wird. Zur Zeit macht sie eine Ausbildung zur Physiotherapeutin. 

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